Krimi-Nachschub: Ahrensblut im Check! 🕵🏻♀️

Du liebst Krimis und interessierst dich für Ahrensburg? Dann ist Ahrensblut das Buch, das du als Nächstes lesen solltest! Für Nils Meyer-Selbach ist es schon das dritte Werk mit lokalem Bezug. Doch während Ahrensmord und Ahrensmord 2 Krimisammlungen mit kurzen Geschichten verschiedener Autor:innen waren, ist Ahrensblut ein Roman. Gemeinsam mit seinem Co-Autor Jörg Dierkes erzählt Nils eine spannende Geschichte, die im Herzen Ahrensburgs spielt, aber auch Bezüge zu Hamburg hat.
Inhalt
Verbrechen in der Nachbarschaft
Ahrensblut beginnt mit dem Tod des Journalisten Robert Kuhn. Kuhn berichtete für ein Hamburger Magazin über lokale Themen und wird ausgerechnet in Ahrensburg von einem Zug überrollt. Was zunächst wie ein Freitod aussieht, entpuppt sich nach der Obduktion als Mordfall.
Die Ahrensburger Kommissarin Marie Stahlmann übernimmt die Ermittlungen und stellt sich schnell die entscheidende Frage: Steht der Todesfall in Verbindung zum umstrittenen Neubauprojekt, über das Kuhn recherchierte? Als ein erster Verdächtiger ebenfalls ums Leben kommt, muss die Kommissarin den Fall neu bewerten.
Wer hat die beiden Männer auf dem Gewissen und welche Rolle spielen die Jugendlichen aus dem Bruno-Bröker-Haus, die für den Erhalt ihres Jugendzentrums kämpfen? Bei ihren Nachforschungen stößt Marie Stahlmann auf ein Geflecht aus Korruption und Lügen, das für Aufruhr im Ahrensburger Rathaus sorgt.

Lockerer Erzählstil und viel Lokalkolorit
Ich weiß nicht, wie es dir geht, für mich sind Geschichten, bei denen ich die Schauplätze kenne, gleich noch ein bisschen spannender. Und so ist es natürlich auch bei Ahrensblut.
Der Journalist stürzt von der Fußgängerbrücke gleich neben McDonald’s, ein Verdächtiger fährt mit der U-Bahn bis Ahrensburg West, eine Jugendgruppe aus dem Bruno-Bröker-Haus engagiert sich für Umweltschutz und demonstriert regelmäßig auf dem Rondeel. Das Team von Ermittlern um Marie Stahlmann arbeitet natürlich in der Ahrensburger Polizeiwache und schließlich führt auch noch eine Spur ins Villenviertel …
Und auch inhaltlich orientieren die Autoren sich relativ nah an tatsächlichen Ereignissen. So ist ein geplanter Neubau auf dem Stormarnplatz Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Wie auch immer Nils und sein Co-Autor sich das Schreiben aufgeteilt haben – Ahrensblut liest sich wie aus einem Guss und ich war nach einem Tag damit durch.

Mein Fazit zu Ahrensblut
Wenn dir die beiden ersten Bücher von Nils (als Herausgeber und Mit-Autor) gefallen haben, solltest du Ahrensblut auf jeden Fall auch lesen.
Im Gegensatz zu den kurzen Geschichten von verschiedenen Autor:innen, baut Ahrensblut natürlich einen ganz anderen Spannungsbogen auf und zieht die Leser:innen dadurch auch viel mehr in ihren Bann. Die Charaktere sind gut gezeichnet, der Fall ist spannend erzählt. Alles in allem also ein lesenswerter Roman und ich würde mich freuen, wenn Nils Meyer-Selbach und Jörg Dierkes diese Zusammenarbeit ausbauen.
Infos zum Buch:
Ahrensblut,
Nils Meyer-Selbach und Jörg Dierkes
Verlag C. W. Niemeyer, 480 Seiten, Preis: 17 Euro
ISBN 978-3-8271-9208-0
Hier findest du noch einmal die Rezensionen zu den ersten beiden Büchern:

Über die Autoren
Nils Meyer-Selbach lebt mit seiner Familie in Ahrensburg. Während der Corona-Pandemie wurde aus seiner Liebe für Krimis ein erstes Buch. Damals erzählte Nils mir in einem ausführlichen Interview von seiner Idee. Ahrensblut ist nun der erste Roman aus seiner Feder – und hoffentlich nicht der letzte!
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Zur Website: Ahrensburg-Krimi
Jörg Dierkes steuerte auch schon Geschichten zu Ahrensmord und Ahrensmord 2 bei. Er lebt seit 2007 mit seiner Familie in Ahrensburg und ist studierter Wirtschaftsmathematiker.
