Das Halloweenhaus in Schmalenbeck

Das Halloweenhaus in Schmalenbeck

Kennst du schon das Halloweenhaus in Schmalenbeck? Wenn nicht, hast du jetzt die Gelegenheit, es kennenzulernen. Und das lohnt sich! Das Halloweenhaus ist mit Abstand die beste Adresse für alle, die die gruseligen Traditionen rund um den 31. Oktober lieben. Hier bekommst du weit mehr zu sehen als nur ein paar Kürbisfratzen, es gibt nämlich eine richtige Halloween-Show. Ich war für dich vor Ort, habe mir das Halloweenhaus angeschaut und mit dem Team dahinter gesprochen. In diesem Beitrag findest du einen kleinen Ausblick auf das Haus und das Event. Wenn du mehr sehen möchtest, schau unbedingt am 31. Oktober persönlich dort vorbei.

Das Halloweenhaus – Wie alles begann

Halloweenhaus Schmalenbbeck – Foto: Nicole Schmidt
Halloweenhaus Schmalenbeck – Foto: Nicole Schmidt

Was heute eine Mischung aus Kunstprojekt und Gruselshow ist, nahm 2012 seinen Anfang. Valentin Muchow (22) ist der kreative Kopf hinter dem Halloweenhaus. Er war damals nach einem Besuch bei Verwandten in den USA so beeindruckt vom dortigen Halloween, dass er etwas ähnliches auch hier realisieren wollte. Das Haus seiner Großmutter bot sich für das Projekt an, sie willigte ein und so wurde das Halloweenhaus Schmalenbeck geboren.

Im ersten Jahr noch mit klassischer Grusel-Deko, wie es sie inzwischen auch in Deutschland immer häufiger gibt. Doch Valentin und seine enorm kreativen Freunde hatten Größeres vor. Sie entwickelten rund um das Halloweenhaus ein beeindruckendes Projekt, das weit über ein paar Kürbisse und Geisterdeko hinausgeht.

Das erwartet dich rund um das Halloweenhaus

Halloweenhaus Schmalenbbeck – Foto: Nicole Schmidt
Im Labor – Foto: Nicole Schmidt

Das Haus, die Zufahrt und die Garage sind komplett im Grusel-Look gestaltet. Schon von weitem siehst du das Lichtspiel, auf dem Balkon im ersten Stock stehen unheimliche Gestalten. An der Fassade hängt eine gigantische Spinne, die überall ihre Netze gewebt hat, auf der Bank vor dem Haus sitzt ein Skelett, sein Schädel grinst dich aus dem Blumengesteck daneben an. Am Ende des Weges leuchtet es unheimlich, gehst du den Weg bis dorthin, findest du dich in einem Labor wieder. Eine merkwürdige Gestalt mit leuchtenden Augen möchte dir eine Geschichte erzählen …

Mehr kann ich zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht verraten. Wenn du neugierig bist, kannst du dir allerdings schon den Kurzfilm anschauen, der dich auf das Event vor Ort vorbereitet. Eine mysteriöse Geschichte, die u. a. im Großhansdorfer Forst und im Park Manhagen spielt. Ihr Titel: Die Vogelscheuche! Und dann solltest du natürlich am 31.10. nach Schmalenbeck fahren. Genauer: In die Alte Landstraße, dort kannst du das Haus dann gar nicht mehr verfehlen.

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Das sind die kreativen Köpfe hinter dem Halloweenhaus

Das Team hinter dem Halloweenhaus – Foto: Nicole Schmidt
Das Team hinter dem Halloweenhaus: Bennet, Hannes, Valentin, Rosalie, Steffen und Lena (v.l.n.r.) – Foto: Nicole Schmidt

Vater der Idee und schöpferisches Zentrum des Halloweenhauses ist Valentin, insgesamt besteht das Team aus 8 jungen Menschen, die zusammen schon tausende Stunden in ihr ungewöhnliches Hobby gesteckt haben. Als ich das Halloweenhaus kurz vor dem großen Tag zum ersten Mal besuche, nehmen sich 6 von ihnen Zeit, um mir etwas mehr über ihr Wirken zu erzählen.

Bennet (20), Hannes (21), Valentin (22), dessen Schwester Rosalie (15), Steffen (22) und Lena (16). Sie kennen sich teilweise schon aus der gemeinsamen Schulzeit, einige haben im Jugend-Sinfonieorchester zusammen musiziert, andere waren gemeinsam in der Film-AG der Stormarnschule. Vor allem aber eint sie ihre Begeisterung für das Projekt. Jeder einzelne brennt für das Halloweenhaus und bringt seine Talente ein. Wieviele Stunden und auch Euros schon in das Projekt geflossen sind, kann niemand so genau benennen. Rosalie erzählt: „Letztlich haben wir Entwicklung und Gestaltung des Projektes immer im Hinterkopf. So kann es passieren, dass ich im Urlaub medizinische Kittel kaufe, weil sie perfekt in das Labor passen. Wenn wir eine Idee haben, beschäftigen wir uns sofort damit. Oft haben wir schon bis spät in die Nacht zusammen gesessen und geplant.“

Valentin ergänzt in bestem Fußballtrainer-Sprech: „Nach dem Halloweenhaus ist vor dem Halloweenhaus. Wir treffen uns das ganze Jahr über in unregelmäßigen Abständen. In den Wochen vor dem Ereignis investieren wir natürlich viele Stunden in die Vorbereitung.“

Jede Menge Technik, selbstkomponierte Musik – tausende Stunden Arbeit

Halloweenhaus Schmalenbeck – Foto: Nicole Schmidt
Animatronic Otto – Foto: Nicole Schmidt

Ein Aufwand, der sich lohnt. Nachdem die Show im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, freuen sich alle Beteiligten darauf, sie zu präsentieren. Dramaturgie, Ausstattung und Technik können sich sehen lassen. Aktuell sind etwa 40 Lampen, 10 Lautsprecher und 4 Beamer im Einsatz. Es gibt 3 Animatronics, das sind elektronisch gesteuerte Figuren, die natürlich um einiges beeindruckender sind als ein Skelett, das stumm auf einer Bank sitzt.

Hauptdarsteller aus dem Wald: Otto

Eine dieser Figuren ist Otto, der im Labor auf die Besucher wartet. Ich bekomme eine kleine Kostprobe von Ottos Können. Die Figur ist aus Stöckern gestaltet, dahinter sitzt jede Menge Technik, seine Augen leuchten – je nach Stimmung – grün, blau oder rot. Den Programmier-Code, der Ottos Bewegungen, die Sprache und Beleuchtung steuert, hat Valentin in wochenlanger Arbeit selbst geschrieben. Stolz zeigt er mir Ottos Innenleben und das Steuergerät. Valentin hat es aus einem alten Faxgerät gebaut, der Bedienknopf gehörte früher zu einem Herd. „Alles ganz nachhaltig,“ freut er sich. Ich bin zutiefst beeindruckt und das nicht nur von der Nachhaltigkeit. 😀 Denn Valentin hat auch die Musik für Film und Projekt selbst komponiert, in weiten Teilen selbst eingespielt und arrangiert.

Das Halloweenhaus in Schmalenbeck – Foto: Nicole Schmidt
Die Technik hinter Otto hat Valentin aus einem Faxgerät und einem alten Herd zusammengebaut – Foto: Nicole Schmidt

Der Medieninformatik-Student und seine Kollegen im Team Halloweenhaus sind irre kreative und talentierte, junge Menschen. Wer weiß, wohin ihr Weg sie noch führt. „Wir würden gern mal ein richtig großes Haus in diesem Stil gestalten oder vielleicht mal in einem Freizeitpark etwas vergleichbares umsetzen, dann würde das hier alles einen Sinn ergeben,“ lachen sie.

Doch nun genug von mir. Ich würde sagen, du machst dich am 31. Oktober selbst auf den Weg nach Schmalenbeck in die Alte Landstraße. Von 18 bis 20 Uhr gibt es regelmäßige Shows. Jede Show dauert 5 Minuten. Bitte trage eine medizinische Maske, halte Abstand und bleib Zuhause, wenn du dich nicht gesund fühlst!

Der Eintritt ist übrigens frei, das Team um Valentin freut sich aber über Spenden, dafür gibt es – ganz stilecht – einen extra Spenden-Schädel. Nimm also gern ein paar Euro mit! 💀

Ich habe nun noch ein paar Impressionen für dich. Viel Spaß an Halloween und bei der Show! Wir lesen uns.

Das Halloweenhaus in Schmalenbeck – Foto: Nicole Schmidt
Das Halloweenhaus in Schmalenbeck – Foto: Nicole Schmidt
Sturmtruppler vom 3D-Drucker erschaffen – Foto: Nicole Schmidt
Imperialer Sturmtruppler – vom 3D-Drucker erschaffen … – Foto: Nicole Schmidt
Halloweenhaus Schmalenbbeck – Foto: Nicole Schmidt
Labor – Foto: Nicole Schmidt
Totenkopf am Halloweenhaus in Schmalenbeck. – Foto: Nicole Schmidt
Kollege Totenkopf – Foto: Nicole Schmidt
Das Halloweenhaus in Schmalenbeck. Valentin und Otto – Foto: Nicole Schmidt
Valentin (r.) hatte die Idee zum Halloweenhaus bei einer USA-Reise – Foto: Nicole Schmdit

 

 

 

 

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