Die Galerie der Hände

Die Galerie der Hände

Wer als Ortsfremder durch die Bahn-Unterführung in der Manhagener Allee geht, staunt nicht schlecht, aber auch Einheimische freuen sich natürlich über den Anblick, der sich dort bietet. Im Gegensatz zu anderen Fußgänger-Tunneln, gibt es hier Licht, teilweise fällt es sogar durch große Fenster in den Gang. Die Wände des Tunnels zeigen große Mosaikbilder und Inschriften, durch die Fenster sind Statuen zu bewundern, die ebenfalls aus Mosaik-Steinen bestehen – Es handelt sich um die Galerie der Hände.

Große Werke der Kunstgeschichte

Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Beeindruckende Unterführung – Foto: Nicole Stroschein

Die Galerie zeigt insgesamt 22 große Mosaike und vier Statuen. Die Mosaike zeigen Ausschnitte aus großen Werken der Kunstgeschichte, genauer: Frauenhände. Darunter die Hände der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci und Ausschnitte aus Werken wie „Femme à la montre“ von Pablo Picasso oder „Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli.

In großen Mosaik-Schriften erfährt man auch gleich, welchen Hintergrund die Sache hat: Die Galerie ehrt Ahrensburger Frauen. Arbeiterinnen, Beamtinnen, Chefinnen, Vamps, Xanthippen. Einige von ihnen werden namentlich aufgeführt. Darunter eine Apothekerin, die Mitbegründerin der Mütterberatung, eine Bilbiothekarin, eine Gemeindeschwester, einen Totenfrau, eine ehemalige Leiterin des Gymnasiums Stormarnschule, eine Schauspielerin, eine Bäuerin und viele mehr.

Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Namentliche Ehrungen – Foto: Nicole Stroschein

Über ein Vierteljahrhundert Entstehungsgeschichte

Als zu Beginn der 90er Jahre die alten Bahnübergänge in der Hagener und der Manhagener Allee durch Unterführungen ersetzt wurden, hatte der Stadtplaner und Architekt Wolfgang Stabenow (†85) die Idee zu diesem Stück Kunst im öffentlichen Raum. Entwickelt und umgesetzt wurde die Galerie der Hände dann zunächst vom Künstler Rolf Laute, der selbst die ersten Mosaike schuf. Als Laute 2013 starb, versprach seine ehemalige Ehefrau Heidi Laute-Sies, sich um die Vollendung zu kümmern. Sie selbst fertigte 2017 einen Ausschnit aus dem Bild „Drei Hofdamen“ des Künstlers Lucas Cranach.

Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Ahrensburger Arbeiterinnen, Beamtinnen … – Foto: Nicole Stroschein

Die Galerie der Hände – Kunst zu jeder Zeit

Du hast die Galerie selbst noch nicht gesehen? Dann solltest du das nachholen. Du findest sie in der Manhagener Allee. Sie ist über Treppen und – meistens – auch zwei Fahrstühle erreichbar. Die Unterführung ist ein tolles, kleines Ausflugsziel an regnerischen Tagen. Sei es mit Freunden, Kindern oder allein. Es gibt auch eine Internet-Präsenz mit allen Infos zur Galerie, diese wird allerdings zur Zeit überarbeitet.

Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Beeinruckende Werke, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Gewidmet den Ahrensburger Frauen – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Galerie der Hände, Ahrensburg – Foto: Nicole Stroschein
Der Eingang zur Unterführung – Foto: Nicole Stroschein
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